Die Geschäftsgründer: Elisabeth und Max Wippler, 1910.


Erstes Geschäft ab 6. August 1910: Ecke Striesener/
Schumann-Straße


Bäckerei Max Wippler in Hosterwitz an der Dresdner Straße, ab 1926/27 mit „Kaffee- und Kuchengarten“.


Günther Wippler 1937 – als Geselle auf die Wanderschaft gehend.


Liselotte Wippler mit ihren Töchtern Ulrike und Veronika im neuen Laden 1965.

Eröffnung 1910:
Bäckerei und Conditorei Max Wippler

Am 6. August 1910 eröffnen Max und Elisabeth Wippler „in der Stadt“ an der Ecke Striesener/Schumann-Straße ihre „Bäckerei und Conditorei“ mit Café in einem gepachteten Laden. Als Max Wippler 1914 zum Ersten Weltkrieg eingezogen wird, ist die Pacht ausgesetzt, nach dem Krieg endet der Pachtvertrag.

Auf der Suche nach einem neuen Geschäft wird man in Hosterwitz fündig. Das bereits als Bäckerei (durch Bäckermeister Müller, vorher Möbius) genutzte Haus Dresdner Straße (heutige Nummer 113) kann gekauft werden und am 1. Februar 1919 eröffnet Max Wippler hier das Geschäft. Die Kinder Käthe und Günther wachsen heran.

In den Inflationsjahren 1922/23 holt man täglich das Mehl aus der Mühle in Pirna-Jessen, um der Geldentwertung zuvorzukommen. 1926/27 werden Bäckerei und Laden um einen „Kaffee- und Kuchengarten“ erweitert, schließlich mit weinberankter Pergola und sechs Tischen ausgestattet. 1929 trifft der plötzliche und frühe Tod der 16jährigen Tochter Käthe bei einem Verkehrsunfall am Pillnitzer Pavillon-Berg die Eltern schwer.

Der jüngere Günther lernt von 1933 bis 1936 beim Vater, macht seine Gesellenprüfung bei Bäckermeister Otto Wehner im benachbarten Oberpoyritz und geht 1937 auf die Wanderschaft - durch Sachsen, Thüringen, Bayern und nordwärts bis an die Küste. In Lübeck wird er zum Arbeitsdienst verpflichtet. Davon entlassen und aufgrund eines Ohrenleidens als „nicht wehrtauglich“ eingestuft, ist er ab 1939 im elterlichen Geschäft in Hosterwitz tätig. 1942 macht er die Meisterprüfung.

Beim Angriff auf Dresden am 13. Februar 1945 wird das Geschäft in Hosterwitz durch einen Volltreffer zerstört. Die Bäckersfrau, Elisabeth Wippler, ein Dienstmädchen und ein Lehrling werden verschüttet und können nur noch tot geborgen werden. In der näheren Umgebung werden auch das Sägewerk Kuhnert, zwei dort angrenzende Häuser und das schräg gegenüberliegende Sechs-Familien-Wohnhaus (Gemeindehaus) getroffen.

Die Zeit bis Mitte 1945 ist mit der Beräumung der Trümmer und dem notdürftigsten Wiederaufbau eines „eingehausten“ Backofens ausgefüllt. Am 1. Juli 1945 kann wieder Brot gebacken und verkauft werden. Bis 1946 entsteht an der Straße, an der Stelle des zerstörten Hauses, ein ganz einfacher Laden. Danach geht es an den Wiederaufbau eines Wohnhauses dahinter auf dem Grundstück, das bis zum Sommer 1948 fertiggestellt ist.

Am 1. Oktober 1952 übernehmen Günther Wippler und seine Frau Liselotte, geborene Klinkicht aus Söbrigen, das Geschäft. 1954 stirbt der Vater Max Wippler 76jährig.
1965 werden mit dem Einbau eines neuen Dampfbackofens (noch kohlebeheizt) sowie der anschließenden weitgehenden Neuerbauung und -einrichtung des Ladens umfangreiche Umbauten vorgenommen.

Bis Ende 1975 ist Günther Wippler in der Backstube tätig, dann erzwingen Kreislauf-Probleme die zeitige gleitende Übergabe an den 1954 geborenen Sohn Michael, der von 1971 bis 1973 in Pirna-Copitz bei Bäckermeister Rendler gelernt hat. Seit Mai 1975 arbeitet Michael Wippler als Geselle im elterlichen Betrieb und übernimmt diesen dann nach Heirat und Meisterprüfung (beides 1976) gemeinsam mit seiner Frau offiziell am 1. Juli 1981.

Ende der 1980er Jahre erfolgt in ihrer Zeit wiederum ein großer Geschäftsumbau mit Einbau eines neuen elektrobeheizten Backofens, Neuverlegung aller Medien und Vorbereitungen für ein Kühlhaus, das dann 1989 eingebaut wird. Die elfmonatige Bauzeit – ohne betriebsbereiten Backofen – wird mit vielen Provisorien überbrückt: nur noch Verkauf von Eis und Negerküssen, Stollenbäckerei in angemieteter Bäckerei. Wie sich später herausstellt, werden mit den Umbauten aber beste Startbedingungen für die Wende- und Nachwende-Zeit geschaffen, so daß der Elektro-Backofen recht schnell auf Gas umgestellt, ein zweiter angeschafft werden kann und weitere Modernisierungen unproblematisch möglich sind.

Ab 1992 bzw. 1993 wagt man sich mit diesen Voraussetzungen daran, mit dem Verkaufswagen und der ersten Filiale auf der Schweriner Straße beginnend, weitere Verkaufsstellen zu beliefern und zu betreiben.
Dieter Fischer

15. März 1995
Eröffnung Zweigstelle Penny-Markt Hosterwitz

Dezember 1996
Eröffnung Café am Körnerplatz

Mit der Wiedereröffnung des Cafés am Körnerplatz wird in einer der genußreichsten Gegenden der Stadt Dresden, direkt am Körnerplatz in Loschwitz, ein traditionsreiches Haus zu neuem Leben erweckt.

Geschichtliches:
Früher war Loschwitz ein romantisch verträumtes Dorf unweit der Stadt Dresden. 1315 wurde die Siedlung als Loscuiz erstmals urkundlich erwähnt. Die Lage des Ortes am Elbhang machte den Anbau von Wein möglich, der hier über Jahrhunderte betrieben wurde. Doch die Reblaus setzte dem Weinbau Ende des 19. Jahrhunderts ein jähes Ende.
Loschwitz begann sich zu verändern. Aus dem Elbdorf wurde ein bevorzugter Villenvorort. Dokumentiert hat die Veränderungen seiner Heimat der Photopionier August Kotzsch.
um 1880
1891 bis 1893 entsteht zwischen Blasewitz und Loschwitz eine Stahlbrücke über die Elbe, die wir heute das „Blaue Wunder“ nennen. Die malerischen Anwesen am ehemaligen Dorfplatz der Loschwitzer Ratsgemeinde weichen vierstöckigen städtischen Mietshäusern, in deren unteren Etagen sich Läden befinden. So entsteht der Körnerplatz, benannt nach Christian Gottfried und Theodor Körner.
Die Familie Körner besaß in Loschwitz einen Weinberg. Hier war Friedrich Schiller bei seinem Dichterfreund Theodor Körner in den Jahren 1785/87 zu Gast und schrieb seinen „Don Carlos“.
Viele andere Künstler schufen in der anmutigen Loschwitzer Elbhanglandschaft unweit der Kunstschätze Dresdens ihre Meisterwerke. Ludwig Richter und Caspar David Friedrich waren Sommergäste in Loschwitz, Friedrich Wieck, der Vater Clara Schumanns, war hier zu Hause.

Königlich sächsischer Hoflierferant als Vorgänger
Das Kaffeehaus „Café Winkler" am Körnerplatz, das sich früher in diesen Räumen befand, trug den Namen nach Bäckermeister Robert Emil Winkler, der Königlich Sächsischer Hoflieferant war.
Im Jahre 1963 drehte die DEFA am Körnerplatz die Spielfilmkomödie „Geliebte Weiße Maus“ mit Rolf Herricht in der Hauptrolle. Wichtige Szenen spielten hier im Kaffee.
Nach 1990 hat sich die Infrastruktur am Körnerplatz verändert. Heute ist der Platz wichtiger Verkehrsknotenpunkt und entwickelt sich wieder zu einem Einkaufs- und Kulturzentrum der Stadt Dresden.
Dazu wollen wir beitragen und im Kaffee Wippler eine Tradition fortleben lassen. Genießen Sie köstlichen Kaffee und auserlesene, feine Kuchen sowie kleine Gerichte. Unsere Spezialitäten sind Dresdner Eierschecke, auch in der Geschenkverpackung, sowie in der Weihnachtszeit Dresdner Christstollen.



1998 Start in Bühlau
Schließung Schweriner Straße
Start der Zweigstelle Plus-Markt Bühlau, Ullersdorfer Platz

2000 90jähriges Geschäftsjubiläum

Wieder einmal ist ein rundes Geschäftsjubiläum zu feiern: Bäckerei Wippler wird 90!
In dritter Generation führen Michael und Dolores Wippler das Hauptgeschäft in Hosterwitz auf der Dresdner Straße mit dem „Kaffee“ am Körnerplatz, den Filialen im Hosterwitzer Pennymarkt und am Ullersdorfer Platz in Bühlau sowie einem Verkaufswagen in der Nähe des Dresdner Hauptbahnhofes an der Schnorr-Straße.

Malwettbewerb zum 90jährigen Jubiläum

2000 Eröffnung in Weißig
Die räumliche Konzentration des Unternehmens auf das Gebiet rund um dem Dresdner Elbhang wird fortgesetzt. Der Verkaufswagen Schnorrstraße wird geschlossen. Am 1. Dezember eröffnet
die Verkaufsstelle im Netto-Markt Weißig.

20jähriges Geschäftsjubiläum 2001 gefeiert
Am 1. Juli 2001 wurde das 20jährige Geschäftsjubiläum gefeiert. 38 Beschäftigte sind zu diesem Zeitpunkt im Hauptgeschäft und in den Filialen tätig. Neben dem Stammsitz in Dresden-Hosterwitz werden die Produkte der Bäckerei nunmehr in vier Verkaufsstellen angeboten.



Meister- und Gesellenprüfung bestanden:
Eine neue Generation fasst Fuß
Das Unternehmen wird auch in Zukunft durch die Familie Wippler weitergeführt werden: Sohn Andreas hat bereits die Meisterprüfung als Bäcker „in der Tasche“. Tochter Kathrin hat im Juni 2001 ihre Gesellenprüfung als Konditor erfolgreich bestanden und wird das Angebot des Hauses um Konditoreiprodukte erweitern.

Investition in neuen Backofen im Sommer 2001

Mit dem neuen Vulkan Thermo-Roll Etagenofen wird sich die Kapazität bei gewohnt bester Qualität deutlich erweitern lassen. Sogar während des Backvorgangs können einzelne Bleche entnommen oder eingeschoben werden – durch die gespeicherte Hitze wird gleichmäßig weitergebacken.
Für den schnellen Wechsel zwischen ruhender und bewegter Backatmosphäre sorgt ein zuschaltbares Gebläse.

Ein besonders guter Energieausnutzungsgrad, hoher technischer Standard und kernsolide Verarbeitung macht diesen Ofen zu einem der wirtschaftlichsten Ofentypen überhaupt.

Nachwuchs für das Familienunternehmen –
Hoffnung auf eine 5. Generation in der Bäckerei Wippler!



10.4.2003 Timo Grafe geboren
13.6.2005 Nico Grafe geboren



2.7.2003 Vinzenz Wippler geboren
9.7.2006 Moritz Wippler geboren

November 2004 GmbH-Gründung und Generationswechsel eingeleitet

Mit der GmbH-Gründung am 1. November 2004 beginnt für das Familienunternehmen der Generationswechsel. Gemeinsam mit Michael Wippler führen nun dessen Tochter Kathrin Grafe und Sohn Andreas Wippler als Geschäftsführer die Bäckerei Wippler GmbH. Kathrin Grafe ist Konditor, Andreas Wippler Meister des Bäckerhandwerkes.